Experimentalbauten in Halle-Neustadt

Zukunftsstadt Halle-Neustadt 2050

 

 

 

Für die nächste Etappe im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“, ausgelobt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, wünsche ich der Stadt Halle viel Erfolg.

 

Die Ideen zur „Zukunftsstadt Halle-Neustadt 2050“ sind vielversprechend und umspannen ein großes Themenfeld.

 

Dennoch möchte ich ein Thema betrachten, welches so bis jetzt noch nicht erörtert wurde.  

Für mich spielt die Architektur der Neustadt eine große Rolle. Halle-Neustadt ist eines der größten zusammenhängenden städtebaulichen Ensembles der Nachkriegsmoderne in Deutschland und Europa.

 

Deshalb ist die Neustadt  der richtige Standort für eine Zukunftswerkstatt  „Städtebau und Architektur, Arbeiten und Wohnen in zukünftig neu zu planenden Stadtteilen in Deutschland und Europa“.

 

So wie Dessau die Bauhausstadt ist, kann Halle-Neustadt Innovationszentrum  der städtebaulichen Moderne des 21. Jahrhunderts werden.

Grundlage ist die Neustadt selbst mit seiner städtebaulichen Architektur der Nachkriegsmoderne und seinen Lebensverhältnissen in der Gegenwart.

Daraus ableitend, was aus heutiger Sicht, einer immer noch städtebaulich modernen Stadt, zu verbessern wäre, ist für die Entwicklung von Städtebau und Architektur die Neustadt ein offenes Labor.

 

Diese Möglichkeiten sollten genutzt werden, um in der Bildungshochburg ein Institut zu etablieren, das sich genau mit diesen Fragen befasst und nach Lösungen sucht.

Damit Forschungsergebnisse nicht nur Theorien bleiben sollte eine Fläche für Experimentalbauten ausgewiesen werden, an denen die Entwicklungen in der Architektur auch getestet und erlebt werden können.

 

Eine solche Einrichtung könnte deutschlandweit Interesse Wecken und damit richtungsweisend für die Zukunft in der Neustadt sein.

 

 

 

Wolfgang Meissner